Management-Lösung zur intelligenten Nutzung multimedialer Dokumentenbestände
Das größte Kapital eines Unternehmens ist das branchenspezifische Wissen und die entsprechende Erfahrung. Dieses Knowhow ist in immer stärkerem Maße digital in multimedialen Dokumenten gespeichert, die neben Text und Bildern auch Audio und Video, etc. beinhalten. Das führt zu einer steigenden Nachfrage nach Dokumenten-Management-Lösungen, die den gesamten Informations-Lebenszyklus der Dokumente erkennen und unterstützen.
Im SENSE-Projekt soll eine intelligente, flexible und durchgängige Lösung konzipiert und evaluiert werden, die diesem Anspruch genügt. Als Ausgangspunkt dient vor allem das Zugriffsverhalten auf große und vielseitige Dokumentenbestände, das häufig nach bestimmten Suchmustern erfolgt. Dies führt z. B. zu dem Ansatz, nur die für eine bestimmte Aufgabe relevanten Dokumente in einer personalisierten Form auszuwählen und darzustellen.

Die Gesamtarchitektur von SENSE baut auf einer semantischen Datenbasis auf, die die nutzungsabhängige Bedeutung der Dokumente berücksichtigt. Damit kann der Informations-Lebenszyklus zu Inhalt, Nutzung und Relationen von Dokumenten fortlaufend aktualisiert werden. Davon ausgehend können sogenannte Widgets, aufgabenorientierte Informationscontainer, frei auf einem Dashboard, einer Präsentationsfläche, angeordnet werden. Gleichzeitig können Dokumente in einem hierarchischen Speichersystem, das verschiedenste Speichergeräte für unterschiedliche Anforderungen zusammenfasst, dort abgelegt werden, wo das Kosten-Nutzen-Verhältnis am besten ist.
Beispielsweise umfasst der Betrieb eines Produkt-Video-Portals eine Reihe von Dokumenten in unterschiedlichen Rollen, so auch Vorschaubilder und verschiedene Ausspielformate im WWW. Die Performance eines Trefferlisten-Widget für Videos kann von einer durchgängigen Verwendung der Semantik zwischen Visualisierung und Speicherung erheblich profitieren, wenn die Vorschaubilder der Videos bereits automatisiert auf schnelle Speicherhierarchien vorgeladen werden.
SENSE optimiert die aufgabenorientierte Nutzung und den technischen Betrieb großer Dokumenten-Management-Lösungen und bietet das Potenzial für innovative neue Anwendungssysteme in diesem Bereich. Eine prototypische Umsetzung der Gesamtarchitektur ist für das Medien- und Verlagswesen sowie für die Bauplanung und –ausführung vorgesehen.
